Jetzt studieren.

Ich bin ja jetzt im zweiten Semester. Neben neuen Vorlesungen warten jetzt noch mehr Einzel- und Gruppenarbeiten auf mich. Bisher habe ich eine Geschäftsausstattung für ein Festival für Modernen Tanz erstellt. Das war ein Name, ein Logo, eine Visitenkarte, ein Briefpapier, ein Faltblatt, ein Plakat und eine Anzeige. Ich habe, denke ich, eine ganz gute gemeinsame Bildsprache entwickelt. Sobald ich die Rückmeldung der Dozentin habe, werde ich hier ein paar Photos der fertigen Produkte zeigen.

Leider war dies dann auch die letzte Aufgabe bei Frau Beate Müller. Ab jetzt übernimmt André Reinegger die Vorlesung. Erstes Thema: Flash. Direkt als benotete Aufgabe dazu: Mau-Mau möglichst schnell in Flash zu erklären. Ich hatte schon Aufgaben, die mir mehr Spaß gemacht haben…

In Licht-, Audio- und Digitale Videotechnik haben wir zu viert ein Hörspiel produziert. Ich war mit unserem Loriot Sketch “Vertreterbesuch” sehr zufrieden. Alle Gruppenmitglieder haben eingesprochen, wir haben alle Geräusche selbst aufgenommen und ein einheitliches Stück am Ende herausbekommen. Die Note war entsprechend gut.

Journalistik (s. Photo) war bisher richtig cool. Wir besuchten mit unserer Gruppe Hart aber fair und hatten die Möglichkeit dort Frank Plasberg zu interviewen. Gestern bekamen wir die Freigabe, dass alles in den Druck geht. Ich freue mich schon echt auf das Endergebnis. Zusätzlich hat uns Herr Prof. Bernd Mathieu zu Exkursionen ins Internationale Zeitungsmuseum, zur Hazienda Arche Noah, ins CHIO-Reitstadion und an den Aachener Tivoli eingeladen. Ganz nebenher interviewte er noch Frau Merkel und Herrn Schäuble. Talk about praxisnahes Studieren…

Rechnungswesen macht gerade leider nicht so viel Spaß. Zumindest das Unternehmensplanspiel fordert heraus sich immer wieder mit dem Thema zu beschäftigen. Wir sind auf einem guten Weg, aber die Marktführung ist noch in weiter Ferne.

Zwischendurch haben wir auch noch bei der Eignungsprüfung der Studienbewerber mitgeholfen. Es war witzig nicht mehr selbst die Prüfung machen zu müssen und die nervösen Bald-Erstis zu begutachen. Freue mich schon auf den Zuwachs.

Alles in allem ist gerade viel los. Aber ich freue mich, wie gerade alles abläuft. Ich habe dazu noch einen coolen Job beim Coworking Space C/O und wir wachsen als Studenten-Truppe weiter zusammen. Weiter so!

Gut

Gut ist, wenn die Vorlesung Spaß macht. Gut ist, wenn man super Komilitonen hat. Gut ist, wenn der Sitznachbar eine gute Idee hat. Gut ist, wenn man rumspinnt und die Idee zusammen erweitert. Gut ist, wenn man an der Idee hängen bleibt. Gut ist, wenn man gar nicht bemerkt, dass man der Vorlesungen nicht mehr folgt, weil es so viel Spaß macht.

Gut ist Christian. Gut ist madebyHERZBLUT.

Entschieden.

Ich habe mich entschieden. Ich mache was mit Medien und was mit Internet. Wenn alles funktioniert, wie ich mir das vorstelle, werde ich im Sommer 2014 ein Bachelor of Science sein. Fachrichtung Communication and Multimediadesign. Damit kann ich dann sowas mit dem Medien machen.

Ich habe in den letzten Tagen zwei Blogs für Freunde aufgesetzt, am Theme rumgewerkelt, Piwik installiert, auch ein bisschen abgeguckt und gelernt. Das macht mir Spaß und ich gehe darin auf. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen ohne mich dazu zwingen zu müssen.

Ich mache mir auch gerne Gedanken darüber, wie man seinen Blog benutzerfreundlicher gestalten kann. Ich will nicht sagen, dass ich eines dieser Themen zur Zeit professionell ausüben könnte, aber dazu macht man ja eine Ausbildung; um zu lernen, um besser zu werden. Und das in etwas, was einen bewegt.

Mal schauen, wie es dann während des Studiums weitergeht. Ob ich dann noch irgendwo oder für irgendwen arbeiten werde? Ich meine ersten Jobs selbstständig übernehme? Konzeptionen schreibe? Mal schauen. Aber ich werde das machen!

Ich habe mich entschieden.

Was jetzt?

Heute werde ich auf meine Eignung geprüft. Nicht zum ersten Mal – da war das die Schule mit dem Abitur, Berufsschule mit der IHK Prüfung und die Bewerbungen bei der Uni. Ich wurde vor ziemlich genau einem Jahr an den drei Hochschulen angenommen, bei denen ich mich bewarb. Darunter auch meine favorisierte Uni.

Jetzt bewerbe ich mich wieder. An Unis. Für meinen favorisierten Studiengang. Ich habe den falschen Weg eingeschlagen. Warum? Weil die Eignungstests nur überprüfen, ob ich für den Studiengang geeignet bin. Wer überprüft, ob der Studiengang für mich geeignet ist?

Ich möchte in keiner Weise die Verantwortung von mir weisen („haha“). Nur wieso wird von mir als junger Tween erwartet, dass ich genau jetzt schon weiß, was mein Ziel im Leben ist und auf welchem Weg ich dieses Ziel erreiche.

Ich bin mir jetzt schon sicher, dass dann erfolgreich sein werde, wenn ich das tue, was mir Spaß macht. Ich möchte kreativ arbeiten, möchte unterwegs sein, möchte Leute kennenlernen. Ich habe es immerhin geschafft ein Hobby zu meinem ersten Beruf zu machen. Aber eine Ausbildung hat mir nicht gereicht – so viele Toren würden verschlossen bleiben, wenn man nicht diesen einen Zettel besitzt der einen Bachelor nennt.

Nun stehe ich also hier und weiß, was von mir erwartet wird, aber nicht was ich tun soll. Ich werde also gleich geprüft und dann studiere ich vielleicht was Anderes. Oder auch nicht, oder…

Als “Inbegriff der Dekadenz” hat Marcel gestern ähnliche Gedanken gehabt. Nur positiv!