Halbfinalist der Herzen

Es war ein kühler Abend in Dortmund. Am Horizonz der letzte Streifen der Sonne – über unseren Köpfen dunkle Wolken. Ein Regensturm zog heran. Es waren die Vorzeichen für den Sturm, den der BVB an Real Madrid vorbeiziehen lassen sollte.

Signal Iduna Westfalenstadion
Im Stadion schlugen den Madrilenen die Pfiffe ins Gesicht wie kalter Regen. Die Spieler waren gelähmt in ihren klammen, kalten Trikots als eine 65.800 Mann starke Flutwelle über sie hinweg rollte.

Wie abgeklärte Seefahrer bewegten sich die Dortmunder auf der Welle der Unterstützung. Gerade in der ersten Halbzeit war Real hoffnungslos überfordert. Eine der besten Halbzeiten, die wir je vom BVB zu sehen bekamen.

In der zweiten Halbzeit hatten die Königlichen dann schwimmen gelernt, waren aber immer noch chancenlos gegen den Ruhrpott-Tanker.

Am Ende war es dann aber der unaufhaltbare Torpedo der Zeit, der den BVB sinken ließ. Die Trümmerteile, die noch übrig bleiben, sind der Stolz auf eine tolle Champions’ League-Saison mit einem kämpferischen Abschluss und die Gewissheit zu den besten acht Teams Europas, vielleicht sogar der Welt, zu gehören.

Bild von moellerh.